Europawoche 2018

 

Frei nach Shakespeares Zitat „Kunst liegt im Auge des Betrachters“ wird in der Europawoche 2018 im Rahmen des Kunstcarrées in Bocholt das Projekt „KulturGut Europa 2018 – Interpretationen“ organisiert.

Bei diesem europäischen Kunstprojekt sollen vier Künstlergruppen aus Bocholt (Deutschland), Monschau / Eifel (Deutschland), Eibergen (Niederlande) und Bocholt (Belgien) zusammenkommen, um Kunst aus diesen verschiedenen europäischen Regionen zu schaffen. Dabei geht es darum, in der jeweiligen europäischen Region oder Stadt das herauszustellen, was als besonderes – auch europäisches – Kulturgut gilt. Das könnte für die belgische Gemeinde z. B. das Bier sein, für die Stadt Bocholt das Thema Textil oder für Monschau die vielen denkmalgeschützten Häuser in der Vulkaneifel. Mit der Arbeit an diesem Projekt möchten wir erreichen, dass die Menschen aus unterschiedlichen Nationen Europa erlebenswert finden und europäischer Kultur begegnen können.

In verschiedenen Vorbereitungstreffen – das erste ist bereits am 17. Februar 2018 – werden die Künstler sich auf Hauptthemen einigen. Dann fährt die jeweilige Kunstgruppe in ihre Heimat zurück und arbeitet an einem Thema einer anderen Kunstgruppe. So möchten wir den Gedanken „KulturGut Europa 2018 – Interpretationen“ aufnehmen. Ziel ist es, dass eine andere Nation das für ein anderes Land wichtige KulturGut interpretiert, sich damit auseinandersetzt und künstlerisch aufarbeitet.

Mit ggf. schon vorbereiteten Kunstobjekten oder auch schnell umsetzbaren Ideen kommen die Künstler/innen am Samstag, 5. Mai 2018 nach Bocholt um hier gemeinsam in der „Umbaubar“ auf dem kubaai-Gelände nicht nur ein Kunstwerk mit den europäischen Kulturgütern zu kreieren, das zusammengestellt schön ist, sondern diesem auch der Charakter verliehen werden soll, die jeweilige Kultur, das KulturGut hervorzuheben und in einen Kontext zu bringen.

Am Sonntag, 6. Mai 2018, soll dieses Kunstwerk – es können evtl. auch mehrere sein – auf dem St-Georgs-Platz Bocholt mit ergänzenden Kunstwerken der Künstler/innen von 10 – 18 Uhr präsentiert werden. Die Künstler/innen sind vor Ort und stehen für Erklärungen ihrer „KulturGut Europa 2017 – Interpretationen“ zur Verfügung.

Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen europäischen Kulturgütern innerhalb unterschiedlicher Nationen und auch Kunstrichtungen lädt aktiv zum europäischen Austausch und zur Begegnung ein. Bewusst sollen die Künstler bei dem Projekt „KulturGut Europa 2018 – Interpretationen“ europäisches Kulturgut auch eine Form verleihen dürfen, wie sie sich möglicherweise nur für sie in diesem Jahr darstellt. Hier appellieren wir konkret an die künstlerische Freiheit der Beteiligten.

 

Fotos
Jolanda Smets aus Belgien / Pyralisk